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Funktionelle Medizin

Funktionelle Medizin & klinische PNI in Wiesbaden

Die funktionelle Medizin betrachtet den Menschen als Ganzes und verbindet die verschiedenen Lebensbereiche und Körpersysteme, die unsere Gesundheit beeinflussen. Sie schafft damit eine ganzheitliche Grundlage für eine moderne, individuelle Medizin.

Worum es geht

Wenn wir uns in den Finger schneiden, weiß der Körper, wie er die Hautzellen erneuert und die Wunde schließt.

Wenn wir uns einen Knochen brechen, weiß der Körper, wie er wieder zusammenwächst.

Wie funktioniert das?

Der Körper hat sein eigenes komplexes Heilungs- & Regenerationssystem und aktiviert hierfür Stammzellen, Wachstumsfaktoren, Immunzellen, Botenstoffe und noch vieles mehr.

Um langfristig und ganzheitlich gesund und leistungsfähig zu sein, müssen wir lernen, genau dieses System richtig zu aktivieren.

Mit dem modernen Lebensstil und unserem stressigen und schnelllebigen Alltag tun die meisten Menschen genau das Gegenteil – sie deaktivieren bzw. hindern diese Systeme daran, richtig zu funktionieren.

Dabei spielt alles eine Rolle, was chronische Entzündungen im Körper verursacht:

  • Bewegungsmangel,
  • chronische Infekte,
  • Autoimmunerkrankungen,
  • hoch verarbeitete Lebensmittel,
  • Toxine aus der Umwelt,
  • toxische Emotionen/Glaubenssätze und noch vieles mehr.

Also Stress in jeglicher Form – und (evolutionär) die falsche Art und Weise, diesen zu lösen.

Die klinische PsychoNeuroImmunologie beleuchtet chronische Krankheiten aus einem ganz anderen Licht und setzt das Puzzle neu zusammen.

Was sind die Zutaten für ein gesundes Leben und wie kann man diese nutzen?

Genau das schlüsselt die klinische PsychoNeuroImmunologie auf Grundlagen der Evolution und der Genetik & Epigenetik auf.

Diagnostik

Die Diagnostik spielt eine große Rolle in der klinischen PsychoNeuroImmunologie.

Darunter fällt zum Beispiel Blutdiagnostik (großes Blutbild, Mikronährstoffe u. v. m.), Stuhldiagnostik (Mikrobiomanalyse), Speicheldiagnostik, Urindiagnostik.

All diese Diagnostik mache ich selbst in der Praxis bzw. betreue die eigene Ausführung von Ihnen zu Hause.

Leben ist Bewegung und Bewegung ist Energie. Ohne Energie können wir nicht leben.

Für die Energiegewinnung in den Mitochondrien benötigen wir sogenannte Co-Faktoren. Ohne diese Co-Faktoren funktionieren bestimmte Schritte nämlich nicht. Das können beispielsweise Vitamine oder Spurenelemente sein.

Diese decken wir idealerweise über die Nahrung ab. Je nachdem, wie leistungsfähig der Darm ist und wie gut er über das Nervensystem reguliert ist, können wir Nährstoffe besser oder schlechter aufnehmen.

Um sich das genau anzuschauen, macht es Sinn, ein Blutbild zu veranlassen.

Mikronährstoffe wie Magnesium, Zink, Selen, Kupfer sowie Vitamin D, Vitamin B12, Omega-3-Fettsäuren und vieles mehr können hier individuell getestet werden. Dies wird vorab mit Ihnen besprochen und festgelegt.

Anschließend kann dann gezielt die Ernährung angepasst und die richtigen Supplemente verordnet werden.

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Nervensystem

Das Nervensystem ist entscheidend für die Verarbeitung von Informationen und die Regulierung von Körperfunktionen. Es beeinflusst nicht nur unsere Gedanken und Emotionen, sondern auch die Immunantwort des Körpers.

Stress, Angst und andere psychische Faktoren können beispielsweise die Aktivität des Nervensystems verändern, was wiederum Auswirkungen auf das Immunsystem hat.

In der klinischen Psychoneuroimmunologie wird untersucht, wie psychische Erkrankungen oder Stresssituationen zu einer Dysregulation des Immunsystems führen können. Diese kann die Anfälligkeit für Krankheiten erhöhen und den Heilungsprozess beeinträchtigen. Umgekehrt kann auch eine geschwächte Immunantwort psychische Probleme verstärken, was einen Teufelskreis schafft.

Ein wichtiger Aspekt ist die Rolle von Neurotransmittern und Hormonen, die im Nervensystem produziert werden und das Immunsystem beeinflussen.

Insgesamt zeigt die klinische Psychoneuroimmunologie, wie eng unsere psychische Gesundheit mit der körperlichen Gesundheit verbunden ist und wie wichtig es ist, beide Aspekte in der Behandlung und Prävention von Krankheiten zu berücksichtigen.

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Immunsystem

Ohne unser Immunsystem würden wir keine Stunde auf diesem Planeten überleben. Bereits wenn wir auf die Welt kommen, haben wir das sogenannte „angeborene Immunsystem“, um schon mal für das Gröbste gewappnet zu sein.

Im Laufe des Lebens kommt noch das „erworbene Immunsystem“ hinzu.

Stress spielt eine riesengroße Rolle bei der Entwicklung und bei der Balance dieser beiden Systeme. Chronischer Stress, vor allen Dingen früh im Leben, kann bereits zu einem schweren Start führen und kann die Basis für Krankheiten 30 Jahre später bilden.

80 % des Immunsystems sitzen tatsächlich in den Schleimhäuten des Magen-Darm-Traktes. Dies ist der Grund, warum die Ernährung so eine essenzielle Rolle für die korrekte Funktion des Immunsystems spielt.

Ebenso eine große Rolle spielen all unsere Sinne: Hören, Sehen, Riechen, Schmecken, Fühlen.

Sie alle helfen unserem Körper bei der Beurteilung, ob etwas „potenziell bedrohlich“ sein könnte.

Wenn diese Sinne beeinträchtigt sind, kann auch das Immunsystem nicht mehr zuverlässig agieren.

In der klinischen PsychoNeuroImmunologie spielt das Immunsystem eine zentrale Rolle. Ohne eine adäquate Funktionsweise führt das früher oder später über lang oder kurz zu Krankheit.

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Ernährung

„Du bist, was du isst.“

Warum muss der Mensch überhaupt Lebensmittel zu sich nehmen? Das ist immer wieder eine Frage, die ich auch meinen Patienten gerne mal stelle. Die häufigste Antwort ist „um Energie zu produzieren“. Das ist auch absolut korrekt. Aber Energie wofür überhaupt? Und wie produzieren wir überhaupt Energie?

Die Mitochondrien sind die Kraftwerke unserer Zellen und die meisten von Ihnen haben davon schon im Biologieunterricht gehört. Mehr darüber schreibe ich im Kapitel Diagnostik …

Der Hauptgrund, warum wir Nahrung zu uns nehmen, ist die Energiegewinnung, um neue Zellen herzustellen oder Zellen zu reparieren.

In bestimmten Abständen erneuert der Körper all unsere Zellen. Hautzellen werden circa alle vier Wochen erneuert, Dünndarmzellen alle sechs Tage. Andere Zellen wiederum erneuern sich erst nach zehn Jahren.

Das Baumaterial für unsere Zellen kann unser Körper selbst herstellen, hauptsächlich aus Eiweißen und Fetten.

Wenn wir aber nicht ausreichend oder die falschen „Baumaterialien“ zu uns nehmen, kann dieser Prozess fehlerhaft ablaufen.

Heutzutage gibt es mehr Empfehlungen hinsichtlich der Ernährung denn je und die meisten blicken überhaupt nicht mehr durch, was man nun essen soll und was nicht.

Mit der klinischen PsychoNeuroImmunologie erkläre ich Ihnen genau, warum welches Nahrungsmittel sinnvoll ist oder eben nicht. Ob ketogen, vegan, Paleo, vegetarisch, carnivor … Dies muss man für jeden Menschen individuell herausfinden.

Die Grundlage dafür ist hauptsächlich die Evolution.

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Bewegung

Warum ist Bewegung überhaupt so gesund? Reicht es, dreimal pro Woche eine Stunde Sport zu machen, oder sollte man sich jeden Tag bewegen? Auch hier lohnt es sich, einen Blick auf die Evolution zu werfen.

Ein Neandertaler hätte wohl kaum überlebt, wenn er zehn Stunden am Tag gesessen hätte. Er wäre erfroren, verhungert oder von einem Wildtier aufgefressen worden. Überlebenswichtige Grundlagen unseres Körpers sind an Bewegung geknüpft. Es ist also absolut unphysiologisch, acht Stunden am Tag vor dem PC zu sitzen, Stress zu haben und möglicherweise auch noch fünfmal zu essen, ohne sich aber vorher bewegt zu haben.

In der klinischen PsychoNeuroImmunologie geht es darum, Bewegung sinnvoll einzusetzen. Wir schauen gemeinsam, welche Form der Bewegung Sie am besten in Ihren Alltag einbauen können, ohne dass es zu noch mehr Stress und Verpflichtung führt.

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Genetik / Epigenetik

Die Genetik spielt eine bedeutende Rolle in der Psychoneuroimmunologie, da sie die individuellen Unterschiede in der Reaktion auf psychische Stressoren und deren Auswirkungen auf das Immunsystem beeinflusst.

Genetische Faktoren können bestimmen, wie unser Körper auf Stress reagiert, wie gut unser Immunsystem funktioniert und wie anfällig wir für bestimmte psychische und physische Erkrankungen sind.

Ein wichtiger Aspekt ist die genetische Variation in Genen, die für die Regulation von Neurotransmittern und Hormonen verantwortlich sind. Diese chemischen Botenstoffe sind entscheidend für die Kommunikation zwischen dem Nervensystem und dem Immunsystem. Beispielsweise können genetische Unterschiede in der Produktion von Stresshormonen wie Cortisol die Art und Weise beeinflussen, wie eine Person auf Stress reagiert und wie sich dies auf ihre Immunantwort auswirkt.

Insgesamt zeigt die Betrachtung der Genetik aus der Perspektive der Psychoneuroimmunologie, wie komplex die Zusammenhänge zwischen unseren Genen, unserem Nervensystem und unserem Immunsystem sind.

Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge kann dazu beitragen, personalisierte Ansätze für die Behandlung und Prävention von Krankheiten zu entwickeln, die sowohl psychische als auch physische Aspekte berücksichtigen.

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Schlaf / Regeneration

Wenn der Körper nicht mehr in der Lage ist, sich adäquat zu erholen, und Zellen nicht ausreichend erneuern oder reparieren kann, leiden im Prinzip alle anderen Systeme darunter.

Die Optimierung der einzelnen Schlafphasen (z. B. REM-Schlaf, Tiefschlaf) ist somit die Basis für Gesundheit.

Benötigt man sehr lange zum Einschlafen, wacht nachts mehrfach auf, liegt stundenlang wach und/oder kann morgens nicht energiegeladen in den Tag starten, kann dies auf eine gestörte Regeneration hindeuten.

Gründe hierfür können beispielsweise

  • chronische Entzündungen (low grade inflammation),
  • psychoemotionaler Stress,
  • eine Dysbalance von Neurotransmittern oder Hormonen oder
  • eine schlechte Schlafhygiene sein.

Dies alles wird im Rahmen der klinischen PsychoNeuroImmunologie mitberücksichtigt und bildet die Basis für eine erfolgreiche Therapie.

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Hormonsystem

In unserem Körper haben wir viele unterschiedliche Formen von Hormonen: Geschlechtshormone, Stresshormone, Schilddrüsenhormone usw.

Sie haben alle die Aufgabe, Informationen innerhalb des Körpers weiterzuleiten. Ist ein Kreislauf nicht richtig reguliert, geraten auch die anderen Systeme aus dem Gleichgewicht.

In den meisten Fällen reagieren die hormonellen Systeme aber aufgrund von Dysbalancen zum Beispiel im Immunsystem oder Nervensystem. Und dann liegt die Lösung eben nicht immer direkt darin, die einzelnen Hormone medikamentös von extern zu substituieren.

Vielmehr sollte man sich auch mal anschauen, ob das richtige Baumaterial (die richtigen Fette) vorhanden ist oder ob der Abbau der Hormone funktioniert.

In der klinischen Psychoneuroimmunologie schauen wir uns genau all diese Zusammenhänge an und finden heraus, an welcher Stelle möglicherweise ein Störfaktor sein könnte.

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Stress / Psyche

Unsere mentale Gesundheit und unser Mindset entscheiden darüber, wie wir in bestimmten Situationen handeln.

Stress ist in unserer modernen Welt schon lange nicht mehr das, was es evolutionär gesehen eigentlich mal war. Eigentlich stecken wir heute in einem veralteten Nervenkostüm und müssen aber in einer schnelllebigen, sich ständig ändernden Welt damit klarkommen. Dass dies zu Konflikten führen kann, ist einleuchtend.

Während früher unsere Stresssysteme zum Überleben ausgelegt waren, versuchen wir heute vergebens, neue Stressoren mit alten Lösungen zu bewältigen.

Während wir früher vor bedrohlichen Tieren auf der Flucht waren, benötigten wir dafür einen kräftigen Herzschlag, ein fokussiertes Gehirn, ein gutes Lungenvolumen und vor allen Dingen viel Energie in der Muskulatur, um wegzurennen oder irgendwo hochzuklettern.

Wenn heute der Stress „nur“ im Kopf stattfindet, wir währenddessen vor unserem PC sitzen und möglicherweise nebenbei schnell noch etwas essen, sind die oben genannten Lösungsstrategien völlig wirkungslos.

Dies kann damit zu einem Konflikt und langfristig zu Krankheit führen.

In der PsychoNeuroImmunologie geht es darum, gemeinsam die richtigen Strategien zu finden, um die Psyche und das Stresssystem wieder korrekt mit dem Körper zu verknüpfen.

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Evolution

Die Evolution aus der Perspektive der Psychoneuroimmunologie bietet interessante Einblicke in die Entwicklung der Wechselwirkungen zwischen psychologischen Prozessen, dem Nervensystem und dem Immunsystem über die Zeit.

Sie betrachtet, wie evolutionäre Anpassungen in diesen Systemen dazu beigetragen haben, das Überleben und die Fortpflanzung von Individuen zu sichern. Nur aufgrund von Veränderungen der äußeren Gegebenheiten wie beispielsweise des Klimas oder der Verfügbarkeit von Nahrung haben sich die menschlichen Systeme über Jahrtausende verändert und angepasst. Hauptsächlich haben sich jene Gene, die Vorteile bringen, durchgesetzt.

Nur wenn man diese Grundlagen mit einbezieht, versteht man, warum zum Beispiel gewisse Lebensmittel, die wir bereits seit 100.000 Jahren zu uns nehmen, viel besser vertragen werden als jene, die wir erst seit 5.000 Jahren konsumieren. Dass industriell hergestellte und verarbeitete Stoffe, die gerade mal 20 oder 30 Jahre alt sind, für unser Immunsystem und unseren Darm der größte Feind sind, ist mit diesem Basiswissen sehr gut zu verstehen.

Dieses evolutionäre Wissen wird in der klinischen Psychoneuroimmunologie als Grundlage für alle Interventionen genutzt.

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